Wurzelspitzenresektion

Oralchirurgie

Wurzelspitzenresektion

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Erklärvideo auf Youtube: Erhalt des Zahns durch Wurzelspitzenresektion

Die Wurzelspitzenresektion ist die letzte Karte, die wir ziehen können, um einen Zahn zu erhalten. Sie steht an, wenn bei Ihnen alle anderen zahnerhaltenden Maßnahmen vorab gescheitert sind. Zum Beispiel

  • Die direkte Pulpaüberkappung, die den Zahnnerv zur Ausheilung bringen sollte.
  • Die Wurzelkanalbehandlung, die verhindern sollte, dass sich die Nerventzündung in den Kieferknochen ausbreitet.
  • Die Revision der Wurzelkanalbehandlung, eine Art „Nachbesserung“ einer im ersten Versuch misslungenen Wurzelkanalbehandlung.

Die Patienten berichten meistens, dass sie auf dem Zahn „nicht kauen“ können. Häufig tasten sie auch eine „Beule außen“ an der Zahnwurzel. Die Knochenentzündung um die Zahnwurzelspitze sorgt für Schmerzen. Entweder bei normaler Kaubelastung oder auf Provokation, also beim Drücken auf den Entzündungsherd. Wenn wir nun bei der Wurzelspitzenkürzung ein paar Millimeter der Zahnwurzel und den entzündeten Knochen entfernen, kommt es in der Regel zur Entzündungsabheilung.

Generell können wir sagen, dass die Wurzelspitzenresektion besonders gut an einwurzeligen Zähnen funktioniert (z.B. Schneidezähne oder Eckzähne). Ungleich schlechter aber an mehrwurzeligen Zähnen, also den Seitenzähnen. Je weiter hinten der mehrwurzelige Zahn ist, desto unvorhersagbar wird das Operationsergebnis.

Ablauf einer Wurzelspitzenresektion

Die Behandlung erfolgt zumeist unter örtlicher Betäubung. Auf Wunsch können wir den Eingriff auch im Dämmerschlaf oder Vollnarkose durchführen.

Zunächst führt der behandelnde Zahnarzt einen Schnitt von etwa zwei Zentimetern Länge durch. Anschließend legt er die Spitze der Wurzel frei. Dann trennt der Operateur sie ab und entfernt auch eine eventuelle Entzündung aus dem Knochen. Schließlich spült und vernäht er die Wunde. Nach sieben bis zehn Tagen können die Fäden gezogen werden.

Optionale Zusatzmaßnahmen

In einigen Studien konnte gezeigt werden, dass bestimmte begleitende Maßnahmen das postoperative Ergebnis positiv beeinflussen können. Beispielsweise zählt dazu: Erstens das Auffüllen der um die Wurzelspitze herum resultierenden Knochenhöhle mit Knochenersatzmaterial. Zweitens die Dekontamination der Resektionsfläche mit dem CO2-Laser. Oder Drittens eine spezielle Ultraschallbehandlung der Wurzelspitzenregion bei der Durchführung der Operation. Dadurch, dass die Studienlage nicht eindeutig ist, haben es diese Methoden nicht in den Gegenstandskatalog der gesetzlichen Krankenkassen geschafft. Deshalb können sie bislang nur privat abgerechnet werden. Auch private Krankenkassen übernehmen diese zusätzlichen Maßnahmen mitunter nicht. Je nach Aufwand kostet eine solche Extrabehandlung bis zu 150 Euro pro Zahn.

Weitere Informationen zur Wurzelspitzenresektion bei der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung: Weblink

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